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Geidies |
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Als Gott das Weib schaffen wollte, fand er, dass
alles solide Material erschöpft war. In seiner
Verlegenheit, nachdem er gründlich nachgedacht, tat er
folgendes: |
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Er nahm die Rundlichkeit des Mondes und das Zittern
des Grases |
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Indem er alles vermischte, schuf er die Frau und gab
sie dem Mann. Nach einer Woche kam der Mann zu Gott und sagte, dieses Geschöpf mache sein Leben ganz elend. Sie schwatze ohne Unterlass und quäle ihn und verlange ununterbrochen seine Beachtung. "Daher bringe ich sie zur ück, Herr, ich kann mit ihr nicht leben." Nach einer weiteren Woche kam der Mann wieder und sagte, er fühle sich ohne das Weib so einsam. Er erinnere sich, wie sie getanzt und gesungen und mit ihm gespielt und ihn liebkost habe. "Ihr Gelächter war Musik, und sie war so schön anzusehen und weich anzugreifen. Bitte gib sie mir zurück." "Gut", sagte Gott und tat es. Doch schon nach drei Tagen kam der Mann wieder und klagte, er wolle das Geschöpf loswerden, sie bringe ihm mehr Kummer als Freude. Aber Gott gebot ihm: "Aus meinen Augen! Sieh, wie du mit ihr fertig wirst" und drehte sich um. Da sagte der Mann: "Was soll ich tun, Herr? Mit ihr kann ich nicht leben, doch ohne sie auch nicht". (aus dem Roman "Auf dem Vulkan" von Thomas Ross; Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 1973) |
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